Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) des Ökumenischen Reisedienstes

 

Für alle Kunden ohne gesonderten Gruppenvertrag

 

1. Abschluss des Reisevertrages
Mit der schriftlichen Reiseanmeldung auf dem Postweg oder per E-Mail wird dem Veranstalter der Abschluss des Reisevertrages verbindlich angeboten. Der Reisevertrag kommt mit der schriftlichen Bestätigung der Reise zustande, die in der Regel innerhalb von zwei Wochen nach Anmeldung erfolgt.

 

2. Bezahlung des Reisepreises
Der Kunde erhält mit der Reisebestätigung den gesetzlich vorgeschriebenen Sicherungsschein nach § 651k BGB, der die Rückzahlung seines gezahlten Reisepreises bei Zahlungsunfähigkeit bzw. Insolvenz des Reiseveranstalters (Ökumenischer Reisedienst) absichert.
Mit Reisebestätigung wird eine Anzahlung in Höhe von 20 % des Reisepreises fällig, der binnen zehn Tagen auf das angegebene Konto des Reiseveranstalters einzuzahlen ist. Der verbliebene Restbetrag ist vier Wochen vor Reiseantritt zur Zahlung fällig. Kommt der Kunde mit seiner Zahlungspflicht in Verzug, kann der Veranstalter vom Vertrag zurücktreten. Als Entschädigung kann der Reiseveranstalter pauschalierte Ansprüche nach Maßgabe von Ziff. 4 dieser Reisebedingungen geltend machen.

 

3. Reiseleistungen und Änderungen
Der Umfang der vertraglich vereinbarten Reiseleistungen ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung und der Reisebestätigung. Änderungen und Abweichungen von vereinbarten Reiseleistungen sind dem Reiseveranstalter nur gestattet, wenn diese nach Abschluss des Reisevertrages notwendig werden, vom Reiseveranstalter nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt und auch nicht so erheblich sind, dass diese dem Gesamtcharakter der gebuchten Reise beeinträchtigt.

 

4. Rücktritt des Kunden
Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn von der Reise zurücktreten. Im Falle des Reiserücktritts oder Nichtantritts der Reise kann der Reiseveranstalter eine angemessene Entschädigung für seine Reisevorbereitungen und Aufwendungen verlangen. Bei der Berechnung der angemessenen Entschädigung sind gewöhnlich ersparte Aufwendungen und die gewöhnlich mögliche anderweitige Verwendung der Reiseleistungen zu berücksichtigen:

  • ab dem 30. Tag vor Reisebeginn 20% des Reisepreises des Kunden
  • ab dem 15. Tag vor Reisebeginn 50% des Reisepreises des Kunden
  • ab dem 3. Tag vor Reisebeginn 100% des Reisepreises des Kunden

Dem Kunden bleibt es ungenommen, den Nachweis zu führen, dass dem Reiseveranstalter in Zusammenhang mit dem Rücktritt/ Nichtantritt der Reise keine oder niedrigere Aufwendungen entstanden sind, als die o. g. Pauschalen. Die Rücktrittskosten sind vom Kunden auch in den Fällen zu bezahlen, in denen er aus von ihm zu vertretenden Gründen die Reise nicht antreten kann (z.B.: kein Visum; verspätete Anreise zum Ort des Reisebeginns etc.). Dem Kunden bleibt auch nachgelassen, bis zum Reiseantritt eine Ersatzperson als Reiseteilnehmer zu benennen, der in seine Rechte und Pflichten aus dem Reisevertrag eintritt. Der Reiseveranstalter kann dem Wechsel in der Person des Kunden jedoch widersprechen, wenn die Ersatzperson den besonderen Reiseerfordernissen nicht genügt oder gesetzliche Vorschriften oder behördliche Maßnahmen entgegenstehen. Für den Reisepreis haften im Fall der Stellung einer Ersatzperson der angemeldete Kunde und die Ersatzperson als Gesamtschuldner.

 

5. Rücktritt durch den Ökumenischen Reisedienst
Der Reiseveranstalter kann den Reisevertrag ohne Einhaltung einer Frist kündigen, wenn die Durchführung der Reise ungeachtet einer Abmahnung durch den Reiseveranstalter vom Kunden nachhaltig gestört wird oder dieser sich grob vertragswidrig verhält. In diesem Fall behält der Reiseveranstalter jedoch den Anspruch auf den Reisepreis. Er muss sich aber die ersparten Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die er aus einer anderen Verwendung nicht in Anspruch genommener Leistungen erlangt.
Der Veranstalter kann bis zu zwei Monate vor Reisebeginn von der Reise zurücktreten, wenn die in der Leistungsbeschreibung/Reisebestätigung angegebene Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird. In diesem Fall informiert der Reiseveranstalter den Kunden unverzüglich, der dann den gezahlten Reisepreis auch umgehend zurückerhält.

 

6. Rücktritt beider Vertragspartner bei außergewöhnlichen Umständen
Wird die Reise infolge bei Vertragsabschluss nicht vorhersehbarer außergewöhnlicher Umstände und höherer Gewalt (z.B. durch Krieg, innere Unruhen, Streik, Naturkatastrophen, Zerstörung von Unterkünften) erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt, können beide Vertragspartner den Reisevertrag kündigen. Eventuelle Mehrkosten für die Rückbeförderung tragen die Partien zur Hälfte, die übrigen Mehrkosten hat der Reisende allein zu tragen.

 

7. Haftung
Die vertragliche Haftung des Reiseveranstalters auf Schadenersatz für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist auf die Höhe des dreifachen Reisepreises beschränkt, soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch fahrlässig durch den Reiseveranstalter herbeigeführt worden ist.
Der Reiseveranstalter haftet nicht für Leistungsstörungen, Sach- und Personenschäden, die er lediglich als Fremdleistungen vermittelt hat, sofern diese Leistungen in der Leistungsbeschreibung/ Reisebestätigung ausdrücklich als Fremdleistung unter Angaben des vermittelten Vertragspartners ausgewiesen und gekennzeichnet sind.

 

8. Schlussbestimmungen
Für alle Reisen des Reiseveranstalters gilt ausschließlich deutsches Recht.
Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des Reisevertrages hat nicht die Unwirksamkeit des gesamten Reisevertrages zur Folge. Gerichtsstand für Vollkaufleute und für Personen, die keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland haben oder nach Abschluss des Vertrages ihren Wohnsitz ins Ausland verlegt haben, ist Dresden als Sitz des Reiseveranstalters.

 

Ökumenischer Reisedienst
Inh.: Tilo Krauße

Kirchgasse 2

01796 Pirna
fon: +49.3501.53. 41. 444 (D)
E-Mail: krausse@oekumenischer-reisedienst.de